In den letzten Tagen durfte ich meinen Trainerkollegen Jan Fischbach bei Workshops für den IT Betrieb begleiten. Da bis zu 30 Teilnehmer für die Tagesveranstaltungen geplant waren, hatten wir alle…
Beim Cradle to Cradle Kongress in Lüneburg gab es viele interessante Anregungen, wie man das Prinzip in der Praxis umsetzen kann. Einige Unternehmensvertreter erläuterten die Herausforderungen und Lösungsansätze auf ihrem…
Das habe ich mich auch gefragt, als mich Lecturio, einer der größten Anbieter von Lernvideos in Deutschland, darauf angesprochen hat. Denn grundsätzlich bin ich der Meinung, dass man PRINCE2 dann am besten und nachhaltigsten verinnerlichen kann, wenn man an einem Präsenztraining teilnimmt. Dabei tauscht man sich mit dem Trainer und anderen Teilnehmern über eigene Erfahrungen im Projektmanagement aus und bekommt viele Anregungen für die eigene Anwendung von PRINCE2.Bei Inhouse-Trainings gibt es die Möglichkeit, mit den Kollegen und dem Trainer zu überlegen, wie man PRINCE2 in die eigene Praxis umsetzen kann.
All dies bietet das Lernen über Videos nicht. Trotzdem stelle ich bei Lecturio eine komplette PRINCE2 Foundation als akkreditiertes Lernvideo zur Verfügung. Weil es für den einzelnen Lernenden sinnvoll sein kann. Und die Möglichkeit bietet, den Stoff zu wiederholen, ohne ein erneutes Training durchzuführen.
Vor 3 Jahren habe ich die Organisation Plant-for-the-Planet kennen gelernt, als der Gründer Felix Finkbeiner seine Ideen auf einer internationalen Konferenz vorgestellt hat. Neben seiner erstaunlichen Geschichte (er hat die mittlerweile weltweite Initiative für Klimagerechtigkeit mit 9 Jahren ins Leben gerufen) hat mich das Konzept sehr angesprochen. Die Kinder warten nicht, bis die Erwachsenen (Politik und Wirtschaft) etwas tun, sondern fangen selbst an. Sie pflanzen Bäume, und vor allem bilden sie neue Botschafter für Klimagerechtigkeit aus. In Akademien erklären die älteren den jüngeren, was die Problematik des Klimawandels ist und erarbeiten Ideen für Projekte, um auf lokaler Ebene etwas dagegen zu tun. Diese Kombination aus Ausbildung und direkten nachhaltigen Maßnahmen möchte ich mir zum Vorbild für meine Trainings nehmen.
Es gab viele interessante Sätze von Prof. Michael Braungart bei der Vorstellung des Themas Cradle to Cradle im Rahmen des Earth Day 2015 in Frankfurt, am prägnantesten fand ich die kurze Aussage im Titel. Letzte Woche zeigte er anhand vieler Beispiele auf, dass Ressourcen- und Energieeffizienz allein nicht die Lösung für unsere
globalen Herausforderungen sind. Um „nur“ effizient zu sein und auf dieser Erde leben zu können, sind wir zu viele. Öko-Effektivät ist das, was uns langfristig wirklich dabei helfen kann, auch mit 11 Milliarden Menschen auf der Erde zu leben und nicht in Verteilungskriegen zu enden. Und da ist für mich die offensichtliche Verknüpfung zum Portfoliomanagement. Denn den größeren Hebel kann ich immer dann ansetzen, wenn ich mich darauf konzentriere, die „richtigen Dinge“ zu tun, d.h. effektiv zu sein. Nur für diese Projekte bringt „die Dinge richtig tun“, d.h. effizient, einen Mehrwert. Ansonsten tue ich das Falsche effizienter – und das bringt mich nur kurzfristig weiter.
Gerade weil ich mich in diesen Wochen intensiv mit Multiprojekt- und Portfoliomanagement beschäftige, ist mir diese „Gleichsetzung“ des Menschen/Mitarbeiters mit dem Begriff „Ressource“ nochmal deutlich vor Augen geführt worden. Sehr oft, wenn ich über Ressourcen rede, fällt mir auf, dass dies mit den Personen gleichgesetzt wird, die in Projekten eingesetzt werden. Dieser Abwertung des Menschen zu entkommen, ohne in Diskussionen zu enden, die nicht zielführend sind, ist gar nicht so einfach. Einen Weg habe ich gefunden.
Vor 10 Tagen habe ich meine Ausbildung als systemischer Coach abgeschlossen und mittlerweile meine ersten Coaching-Termine auf Basis dieses Ansatzes mit sehr positivem Feedback durchgeführt. Es ergänzt mein bisheriges Coaching-Angebot, dass sich stärker fachlich und methodisch auf das Projektmanagement konzentriert hat. Dank der qualifzierten Ausbildung beim durch Stiftung Warentest ausgezeichneten Trainingsunternehmen Competence on Top hat sich mein Werkzeugkasten für das Coaching weiter gefüllt, so dass ich in Zukunft noch weitergehend auf die Ziele, Herausforderungen und Fragen meiner Coachees eingehen kann. Doch was bedeutet „systemisches Coaching“ eigentlich?
Die Diskussion dazu haben wir in der Vorbereitung von Trainings öfter – ist es sinnvoller, eine vorbereitete Fallstudie im Training zur Methodik im Projektmanagement durchzugehen oder nimmt man ein Beispiel aus dem eigenen Umfeld? Meine Trainingserfahrungen in den letzten Wochen haben mich darin bestärkt, für viele der Übungen Projekte aus dem Umfeld der Teilnehmer zu wählen, wenn das Training mit Teilnehmern des gleichen Unternehmens erfolgt. Auch wenn dies für den Trainer eine höhere Herausforderung darstellt als beim vorbereiteten Beispiel. Für die nachhaltige Anwendung und Akzeptanz der Methode im Unternehmen sehe ich dies als einen wichtigen Baustein, aus verschiedenen Gründen.
Im letzten Jahr stand die Unterstützung des klimaneutralen Weltkongresses im Mittelpunkt der nachhaltigen Projekte von proSense Consulting. Wir konnten so Menschen aus der ganzen Welt zusammen zu bringen, Themen zur Nachhaltigkeit diskutieren und Ansätze austauschen, und gleichzeitig den Fußabdruck durch diese Veranstaltung zu kompenisieren – für mich eine spannende Kombination. Auch im neuen Jahr werden wir wieder Projekte mit Sonderkonditionen unterstützen, die ein nachhaltiges Ziel haben. Wer eine gute Idee hat und dazu Projektmanagement-Unterstützung benötigt, findet hier weitere Informationen dazu. In diesem Jahr ist unser konkretes Ziel, ein Cradle to Cradle Projekt zu unterstützen. Aber was ist Cradle to Cradle?
Nach einer intensiven Woche mit vielen Veranstaltungen, sehr gutem Feedback aller Stakeholder und wenig Eskalationen durften wir uns gestern als Kernteam gegenseitig auf die Schultern klopfen. Denn unser Projekt „JCI World Congress 2014“ in Leipzig, bei dem wir mehr als 300 Programmpunkte vom 24.-29.11. jeweils von morgens bis in die Nacht für die Teilnehmer geboten haben, war ein voller Erfolg. Viele Führungskräfte und junge Unternehmer, die sich als Active Citizens im Rahmen von JCI engagieren, konnten sich zu aktuellen Themen austauschen. Wir konnten die Ideen der Energiewende und Klimaneutralität transportieren, z.B. in dem wir das Projekt Plant for the Planet in Keynote-Speeches, auf der TradeShow und im Kinderprogramm mit aufgenommen haben.
Das Beeindruckende daran ist: Der Kongress wurde komplett ehrenamtlich geplant, gesteuert und umgesetzt. Durch viele Wechsel im Projektteam und Problemen mit einigen Stakeholdern war das Umfeld sehr schwierig, letztlich blieben nur ca. 10 Monate für die konzentrierte Arbeit an den Inhalten, viel verlorenes Vertrauen musste wieder aufgebaut werden. Eine große Herausforderung für alle Beteiligten mit spannenden Erkenntnissen für die Arbeit in dieser Art von Projekten, über die ich im Blog schon ausführlich berichtet habe.
Auf dem BPUG Kongress wurde der Best Practice Award für die beste Anwendung von PRINCE2 in einem Projekt verliehen. Die Ehrung der Preisträger hat mich stolz gemacht, denn der 1. Platz ging an Scheidt & Bachmann, ein Unternehmen, dem ich vor Jahren dabei geholfen habe, Projektmanagmentstrukturen auf Basis von PRINCE2 einzuführen. Wichtig bei der Einführung war es für mich, dass wir Strukturen schaffen, die im Unternehmen von allen Beteiligten akzeptiert und angewendet werden können. Am Ende des Projekt hatten wir Vorgehensweisen geschaffen und soweit etabliert, dass diese durch ein internes Center of Expertise der Projektmanagement-Spezialisten weiter geführt werden konnten. Dieses nach den Ideen der Methode P3O aufzusetzen, war eine gute Grundlage für den Erfolg, den die Verantwortlichen zurecht feiern konnten.