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Workshop zum Circular Economy Toolkit mit Design Austria

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07. Juni 2019 von Andreas Ellenberger

Workshop zum Circular Economy Toolkit mit Design Austria

Am Mittwoch haben wir zum 2. Mal für den Circular Economy Club den Workshop durchgeführt. Diesmal zusammen mit dem Experts Cluster Sustainable Design von Design Austria. Und der Mix der Gruppe aus Designern, Menschen aus Industrie und NGOs, Dienstleister und Berater brachte viele spannende Erkenntnisse. Denn es ging darum, nicht nur Best Practices kennenzulernen, sondern sich mit den verschiedenen Feldern der Circularity für konkrete Herausforderungen zu beschäftigen und Möglichkeiten des Umdenkens zu entdecken.

Anwendung der Circular Economy Strategien am Praxisbeispiel

In der ersten Runde ging es um die Erstellung, Nutzung und Instandhaltung. Dabei war der Fokus noch vornehmlich auf der Verbesserung des Produkts. Die gewählten Herausforderungen „Stuhl“, „Kühlschrank für 3. Welt-Länder“, „Verpackung für Pharma- oder Nahrungsmittel“ und „Windeln“ wurden noch stark von der Produktseite her betrachtet. Die Gruppen fanden Verbesserungsmöglichkeiten bzgl. der genutzten Materialien, identifizierten modulare und einfachere Herstellung. Ein weiterer wesentlicher Faktor war die Verlängerung der Nutzungsdauer.

Ideen der GruppeIn der zweiten Runde brachte insbesondere das Umdenken für “Products as a Service” die Gruppen zu sehr kreativen Lösungen. Es gelang, den Fokus weg zu bringen von Produkten hin zu nutzerorientierten Kreisläufen. Also vom „wie bringe ich den Kühlschrank in den Kreislauf“ hin zu „wie löse ich die Herausforderung der Benutzer mit weniger finanziellen Mitteln, frisches Essen verfügbar zu haben“. Eine der Lösungen ging noch weiter: „Wie gebe den Menschen vor Ort die Möglichkeit, mit lokalen Ressourcen Lösungen zu erstellen und zu betreiben. Zusätzlicher Effekt war, das Gemeinschaftsdenken zu unterstützen. Durch die Betrachtung auch der sozialen Aspekte und der Sicht auf die Nutzer als Zentrum des Kreislaufs kamen innovative Vorschläge, die durchaus umsetzbar sind.

Dies galt auch für die anderen Gruppen: Die Vorschläge dazu waren u.a.

  • Verpackungen als Hundefutter zu nutzen
  • Separierbare Windeln mit lease-baren Inhouse-Kompostern zur Erstellung von Pflanzenerde verwenden
  • Designerstühle zum Leihen mit Kaufoption bereitstellen.

Wenn ein solcher Workshop inhouse durchgeführt wird, können solch kreative Ideen in das eigene Portfolio aufgenommen und weiter verfolgt werden. Das hat dann noch ein wesentlich höheres Potenzial, die Circular Economy weiter ans Leben zu bringen. Das Wissen und Verständnis lässt sich jedoch über diese Art des Workshops sehr gut verteilen, daher werden wir auch weiter diese Inspirationen anbieten, zum Teil mit spezifischen Fragestellungen, die vorab eingebracht werden.

Erfahrungen aus dem Workshop

Erkenntnisse der TeilnehmerDenn durch die praktische Anwendung des Toolkits gab es viele Aha-Effekte bei den Teilnehmern, die diese in ihre tägliche Arbeit mit einbringen können:  „Networking can produce very creative thinking that can solve ALL the worlds´ problems” und “being capable to make a difference about what is needed as a product/service and what is culturally/socially inherited and accepted” waren nur 2 der Erkenntnisse der 20 Teilnehmer des Workshops. Für mich brachte das wieder die Erkenntnis, wie wichtig die eigene Erfahrung in der Anwendung von Circularity ist, um wirklich zu begreifen, welche Potenziale hier noch schlummern.

Spannend ist auch zu sehen, wie eine Offenheit bzgl. unserer gefühlten Begrenzungen, zu anderen Denkweisen führen kann. Wenn wir die Grundannahme, dass Menschen gern besitzen möchten, aufgeben, ergeben sich viele neue Optionen. Das war zum Beispiel bei der Gruppe sichtbar, die sich um Stühle kümmerte. In der Geschäftswelt gibt es dort heute bereits einige Beispiele, wo nicht mehr der Stuhl verkauft wird, sondern das „Sitzen“.  Die Materialien sind so gestaltet, dass der Hersteller bei Rücknahme diese wiederverwenden kann – für den privaten Gebrauch gibt es diese Lösungen nicht. Obwohl unsere Stühle zuhause die meiste Zeit nicht genutzt werden.

Ähnlich ging es den Teilnehmern der anderen Gruppen. Zu Beginn kamen die Aussagen „we never asked this question“, „I haven´t thought about that“, „this is legally not possible“ oder „I assume there is a reason for doing it like this”. Diese Aussagen sind gute Zeichen dafür, dass noch einiges an Potenzial für Innovation vorhanden ist.

 

 

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