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Nachhaltigkeitsprojekte erfolgreich umsetzen und Veränderungen stiften

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17. April 2017 von Andreas Ellenberger

Nachhaltigkeitsprojekte erfolgreich umsetzen und Veränderungen stiften

Nachhaltigkeitsprojekte werden oft von den Verantwortlichen als schwierig und mühsam wahrgenommen. Deswegen bieten wir demnächst Seminare in Saarbrücken (11.-12. Mai) und Frankfurt (7.-8. September) an. Doch warum braucht es spezifische Seminare für Nachhaltigkeitsprojekte? Die kurze Antwort: Weil sie spezifisch sind. Doch schauen wir uns das genauer an:

Laut einer Studie des UN Global Compact von 2013 sind große Probleme die Langfristigkeit des Nutzens und die schwierige Verbindung zwischen Nachhaltigkeit und geschäftlichen Mehrwert („Business Value“). Bei der Untersuchung von Green Business IT Projekten für die Bitkom wurden fehlende Zuständigkeiten und Mitarbeitereinbindung neben dem Fehlen einer Gesamtstrategie als größte Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Green Business Maßnahmen erkannt.

Diese Herausforderungen entstehen nicht ohne Grund: Nachhaltigkeitsprojekte sind anders als ein Großteil der „normalen“ Projekte von Unternehmen (z.B. Einführung neuer Produkte/Dienstleistungen, Kundenspezifische Entwicklungen, Effizienzprojekte oder interne Optimierungsprojekte). Sie sind oft spezielle „Change-Projekte“ mit einer Vielzahl an Stakeholdern und Zielen, die nicht direkt und eindeutig zuordenbare finanzielle Rückflüsse haben. Dies trifft insbesondere dann zu, wenn es darum geht, nachhaltiges Denken und Handeln in verschiedenen Bereichen der Organisation zu etablieren, während im Tagesgeschäft noch das „nicht so nachhaltige“ Arbeiten dafür sorgen muss, genügend Gewinn für diese Investitionen zu generieren.

Die größten Erfolge haben Unternehmen, bei denen der Fokus auf Innovation, Wachstum und neuen Quellen von Wertschöpfung liegt. Wenn es bei Nachhaltigkeit vornehmlich um Philanthropie, Compliance, Risikovermeidung und Sicherstellung der operativen Prozesse geht,  fällt es den Organisationen sehr schwer, dies zu verankern – letztlich ist der Unterschied in der Einstellung und Haltung: Wer mit nachhaltiger Arbeitsweise Chancen sieht und aktiv neue Lösungen sucht, aktiviert die Organisation – wer auf die Bedrohungen fixiert ist, reagiert und mit Nachhaltigkeit vorwiegend Restriktionen verbindet, tut sich bedeutend schwerer.

Unter Nachhaltigkeitsprojekten verstehen wir hierbei vor allem Projekte, die ökologische und soziale Ziele verfolgen, ohne dass die ökonomischen Aspekte vernachlässigt werden. Die Investition in gesunde Materialien und Prozessabläufe, der Einsatz von erneuerbaren Energien, eine verbesserte Wasserwirtschaft oder die Umsetzung von Closed Loop/Cradle to Cradle-Ansätzen fallen in diese Kategorie von Projekten. Sie haben gemeinsam,

  • dass eine Vielzahl von internen und externen Stakeholdern involviert sind,
  • dass der Nutzen oft nur durch zusätzliche Änderungen im Verhalten der operativen Einheiten/Kunden erreicht werden kann und oft erst im Zusammenspiel mit anderen Maßnahmen zum Tragen kommt.
  • dass der Nutzen nur schwer in typischen Messgrößen wie Umsatz- oder Gewinnsteigerung ausgedrückt werden kann
  • dass ihre Auswirkungen verschiedene Bereiche des Unternehmens und der gesamten Wertschöpfungskette umfassen – daher gibt es oft keine klar definierte Einheit, die das Projektergebnis übernimmt.
  • und die erforderlichen Änderungen oft zu Beginn nur schwer gesamthaft zu erkennen sind.

Dies sind Aspekte, die Nachhaltigkeitsprojekte so herausfordernd machen. Ein wichtiger Faktor ist das Umfeld, in dem das Projekt abläuft. Oft ist die Organisation noch nicht komplett vom Nachhaltigkeitsgedanken durchdrungen und es gibt einige Abteilungen, in denen die Optimierungen nur mit großen Anstrengungen umsetzbar sind.

Meist dauern sie oft viel länger als geplant, bis die gewünschte Wirkung erreicht wird. Die wichtigsten Faktoren dabei sind aus unserer Erfahrung:

Nachhaltigkeitsprojekte sind nicht in das Projektportfolio eingebettet.

  • Das Thema Nachhaltigkeit ist nicht in der Organisation verankert, es gibt keine Gesamtstrategie zur Umsetzung.
  • die Projekte sind nicht mit anderen Projekten der Organisation abgestimmt.

Fehlendes Verständnis bei Mitarbeitern und Geschäftspartnern für die Veränderungen

  • Change Management und Kommunikation sind unzureichend, so dass Widerstände und Ängste das Projekt verzögern.
  • Der Nutzen ist oft langfristiger Natur und wird oft nicht erkannt/ausreichend vermittelt. Kurzfristige Erfolge werden höher bewertet.

Zu wenig Investition in das Projekt- und Change Management

  • Der Fokus im Projekt liegt auf inhaltlichen (fachlich/technisch) statt auf sozialen und methodischen Aspekten. Die Projektverantwortlichen sind oft nicht auf ihre Aufgabe in der Leitung vorbereitet.
  • Die Planung nach den (terminlichen) Wünschen der Auftraggeber und vernachlässigt Zeiten, um die Veränderungen wirken zu lassen.
  • Neue Erkenntnisse im Projektverlauf werden nicht angemessen mit ins Projekt aufgenommen.
  • Mitarbeiter werden demotiviert bzw. ihre positive Energie wird nicht genutzt.

Für alle, die mit Nachhaltigkeitsprojekten beschäftigt sind, gibt es auch positive Nachrichten – Sie sind nicht allein mit Ihren Problemen und es gibt bereits Lösungsansätze. Einige wichtige Maßnahmen, die Ihnen im Projektverlauf helfen können, sind:

Zum Projektstart:

Nehmen Sie sich Zeit zur Beschreibung der Vision, der Wirkungen und des Nutzens, die durch das Projekt erreicht werden:

  • Was soll sich langfristig für die Organisation ändern?
  • Welche Wirkungen hat das – auf die Märkte, auf das Image, auf die aktuellen und gesuchten Mitarbeiter sowie auf die Umwelt?
  • Welche Chancen ergeben sich durch dieses Projekt für neue oder verbesserte Services oder Innovationen in anderen Unternehmensbereichen?
  • Welche Risiken, z.B. durch negative Nachrichten über die bisherigen Abläufe und Produkte, werden durch dieses Projekt reduziert?
  • Was bedeuten diese Änderungen für die Mitarbeiter? Gibt es positive Wirkungen auf Gesundheit oder Motivation, die die Mitarbeiterbindung erhöhen?

Stimmen Sie mit den Verantwortlichen ab, wie das Projekt in die Strategie ihrer Organisation eingeordnet ist – und ob sich durch die neue Denkweise Änderungen in bereits laufenden Projekten ergeben. Manche Projekte stellen sich dabei als nicht kompatibel mit den Gedanken der Nachhaltigkeit heraus. Wenn diese Projekte gestoppt werden, liefern Sie eine klare Botschaft an die gesamte Organisation und das Umfeld, dass Sie es mit Nachhaltigkeit ernst meinen.

Identifizieren Sie Ihre Stakeholder und nehmen Sie sich die Zeit, für jede Gruppe die Ziele, Informationsbedürfnisse und Maßnahmen zur Einbindung in das Projekt abzustimmen. Binden Sie die Stakeholder aktiv in Ihre Planungen der Maßnahmen mit ein – oft gibt es in Brainstormings Ideen, die das Projekt bereichern bzw. erleichtern.

Im Rahmen der Planung des Projekts:

Nutzen Sie eine agile Vorgehensweise und definieren Sie User Storys mit den gewünschten Ergebnissen statt vorzugeben, welche Arbeiten durchzuführen sind! Die Umsetzungsmaßnahmen ergeben sich aus den gewünschten Veränderungen.

Setzen Sie den Rahmen für die Arbeit im Team!

  • Wer trifft welche Entscheidungen,
  • welche Freiheiten haben die Teams bei der Umsetzung von Inhalten. Welche Grenzen gibt es?
  • Zeigen Sie die Offenheit für Erkenntnisse bereits vorab und vereinbaren Sie Wege, wie neue Ideen bearbeitet werden können.

Überlegen Sie, wie Sie frühzeitig feststellen können, dass Sie auf dem richtigen Weg sind! Wann können Sie über positive Zwischenerfolge berichten und was macht diese aus? Dies können sowohl Änderungen im Verhalten als auch positive Rückmeldungen Ihrer Kunden oder Mitarbeiter sein.

Planen Sie gezielt Ihre Change Management und Change Kommunikationsmaßnahmen! Einbindung und Aktivierung Ihrer Stakeholder ist eine kontinuierliche und wichtige Aufgabe.

Bei der Umsetzung der Projektinhalte:

Binden Sie das Top Management regelmäßig ein! Zeigen Sie die Fortschritte, fordern Sie den Vorbildcharakter ein und sorgen Sie dafür, dass Nachhaltigkeit im Fokus bleibt.

Feiern und kommunizieren Sie Ihre Zwischenerfolge! Positive Rückmeldungen verstärken die Motivation aller Beteiligten.

Nehmen Sie Rückschläge bewusst wahr und analysieren Sie diese! Machen Sie den Beteiligten bewusst, was passiert ist und welche Konsequenzen es hat, wenn nicht umgesteuert wird.

Verbessern Sie sich kontinuierlich! In Ihren Arbeitsweisen und bei den Ergebnissen – binden Sie dabei Ihre Geschäftspartner immer wieder ein, um gemeinsam nach besseren Lösungen zu suchen. Und respektieren Sie dabei das bisher erreichte – denn dies war zum Zeitpunkt der Einführung ebenfalls sinnvoll, passt allerdings nicht mehr in die aktuelle Landschaft.

Zur Übergabe am Projektende:

Stellen Sie sicher, dass die allen betroffenen Bereichen klar ist, wie die neuen Prozesse und Produkte genutzt werden sollen! Nehmen Sie sich Zeit, dies zu erläutern und klären Sie Fragen.

Begleiten Sie die ersten Monate nach der Umsetzung! Definieren Sie Ihre Messgrößen um zu sehen, ob die geänderten Vorgehensweisen greifen. Starten Sie ggf. neue kleine Projekte, wenn Sie feststellen, dass es Optimierungsbedarf gibt.

Identifizieren Sie direkt Ihre nächsten Schritte und Projekte! Nachhaltiges Denken lässt sich nicht durch ein Projekt komplett einführen. Oft werden Herausforderungen im Projektverlauf erkannt, die nicht sofort umgesetzt werden können. Sorgen Sie dafür, dass diese weiter verfolgt werden.

 

Dies sind einige Gedanken, die für ein besseres Management von Nachhaltigkeitsprojekten helfen können. Damit Ihre Organisation für die Zukunft gut aufgestellt ist: Mit überzeugten Kunden, engagierten und motivierten Menschen, die gemeinsam Werte schaffen und dabei einen positiven Fußabdruck auf unserem Planeten hinterlassen.

Hier nochmal die Übersicht über unsere nächsten Seminare:

11.-12. Mai in Saarbrücken

7.-8. September in Frankfurt

23.-24. Oktober in Saarbrücken

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